20 Mai, 2017

Leucht-Stoff

20 Mai, 2017

Miese Laune, schlapp, antriebslos, depressiv, zu wenig Vitamin D, das der Körper nur mit Hilfe von Tageslicht bilden kann, ein gestörter Biorhythmus – all das sind mögliche Symptome von Lichtmangel. Zu viel Dunkelheit macht den Menschen krank, seelisch und körperlich. Lkw-Fahrerinnen und –Fahrer können hiervon ganz besonders betroffen sein, und zwar nicht nur die, die nachts auf Tour sind. Denn trotz der großen Frontscheibe kommt, prozentual gesehen, in einer herkömmlichen Lkw-Kabine auch tagsüber relativ wenig Tageslicht an.

Licht ist ein Stimmungsaufheller – im wahrsten Sinn des Wortes

Ist es möglich, hier mit einer künstlichen, aber biologisch wirksamen, Beleuchtung gegen zu steuern? Siegfried Rothe, der bei Daimler bereits seit vielen Jahren in Sachen Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Lkw-Fahrerinnen und -Fahrern forscht, wollte es wissen. Dafür drehten Daimler-Testfahrer auf der Versuchsstrecke in Rovaniemi viele Runden im ewig dunklen finnischen Winter. Dabei fuhren die insgesamt acht Fahrer zuerst zum Vergleich in ihren Actros ohne eine zusätzliche Lichtquelle. In den folgenden Versuchsreihen erhellte dann ein so genanntes DaylightPlus-Modul, das mit Wellenlängen zwischen 460 und 490 Nanometern arbeitet, die Actros-Kabine. Das Modul produzierte hier zum einen Dauerlicht während der Fahrt, das in seiner Intensität der Außenhelligkeit angepasst war. Zum anderen „duschte“ das Modul die Fahrer direkt vor und nach der Fahrt mit Licht in höchster Intensität. Zuletzt untersuchte das Forscherteam die Auswirkung der Lichtapplikation während einer entspannenden Pause in Power-Nap-Position.

Licht-Maschine – besser drauf und wirtschaftlicher unterwegs

Im direkten Vorher-Nachher-Vergleich bestätigten die Testfahrer subjektiv, sich während und nach den Fahrten mit dem DaylightPlus-Modul viel wohler zu fühlen, und gaben überdies an, mit der Beleuchtung auch ein angenehmeres, weiteres Raumgefühl in der Kabine zu haben. Medizinisch dokumentiert wurden die Tests mit Hilfe von Elektroenzephalografie (EEG), Elektrokardiografie (EKG) und Elektrookulografie (EOG) und weiteren physiologischen Messungen.  Speichelproben der Fahrer gaben außerdem Aufschluss über die Konzentration des Schlafhormons Melatonin. Ob und wie fit und leistungsfähig das zusätzliche Licht die Fahrer psychologisch hält, mussten diese in standardisierten Daueraufmerksamkeits- und Reaktionstests am Computer zeigen. Die Fahrzeugdaten auf den Testrunden erfasste das Telematiksystem FleetBoard – und präsentierte ein sehr interessantes Ergebnis: Mit mehr Tageslicht in der Kabine waren die Fahrer wirtschaftlicher unterwegs als ohne.

Foto: Daimler | Text: Sandra Moser

Rainer liebt sein Laster

Kerstin liebt ihr Laster

Miese Laune, schlapp, antriebslos, depressiv, zu wenig Vitamin D, das der Körper nur mit Hilfe von Tageslicht bilden kann, ein gestörter Biorhythmus – all das sind mögliche Symptome von Lichtmangel. Zu viel Dunkelheit macht den Menschen krank, seelisch und körperlich. Lkw-Fahrerinnen und –Fahrer können hiervon ganz besonders betroffen sein, und zwar nicht nur die, die nachts auf Tour sind. Denn trotz der großen Frontscheibe kommt, prozentual gesehen, in einer herkömmlichen Lkw-Kabine auch tagsüber relativ wenig Tageslicht an.

Licht ist ein Stimmungsaufheller – im wahrsten Sinn des Wortes

Ist es möglich, hier mit einer künstlichen, aber biologisch wirksamen, Beleuchtung gegen zu steuern? Siegfried Rothe, der bei Daimler bereits seit vielen Jahren in Sachen Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Lkw-Fahrerinnen und -Fahrern forscht, wollte es wissen. Dafür drehten Daimler-Testfahrer auf der Versuchsstrecke in Rovaniemi viele Runden im ewig dunklen finnischen Winter. Dabei fuhren die insgesamt acht Fahrer zuerst zum Vergleich in ihren Actros ohne eine zusätzliche Lichtquelle. In den folgenden Versuchsreihen erhellte dann ein so genanntes DaylightPlus-Modul, das mit Wellenlängen zwischen 460 und 490 Nanometern arbeitet, die Actros-Kabine. Das Modul produzierte hier zum einen Dauerlicht während der Fahrt, das in seiner Intensität der Außenhelligkeit angepasst war. Zum anderen „duschte“ das Modul die Fahrer direkt vor und nach der Fahrt mit Licht in höchster Intensität. Zuletzt untersuchte das Forscherteam die Auswirkung der Lichtapplikation während einer entspannenden Pause in Power-Nap-Position.

Licht-Maschine – besser drauf und wirtschaftlicher unterwegs

Im direkten Vorher-Nachher-Vergleich bestätigten die Testfahrer subjektiv, sich während und nach den Fahrten mit dem DaylightPlus-Modul viel wohler zu fühlen, und gaben überdies an, mit der Beleuchtung auch ein angenehmeres, weiteres Raumgefühl in der Kabine zu haben. Medizinisch dokumentiert wurden die Tests mit Hilfe von Elektroenzephalografie (EEG), Elektrokardiografie (EKG) und Elektrookulografie (EOG) und weiteren physiologischen Messungen.  Speichelproben der Fahrer gaben außerdem Aufschluss über die Konzentration des Schlafhormons Melatonin. Ob und wie fit und leistungsfähig das zusätzliche Licht die Fahrer psychologisch hält, mussten diese in standardisierten Daueraufmerksamkeits- und Reaktionstests am Computer zeigen. Die Fahrzeugdaten auf den Testrunden erfasste das Telematiksystem FleetBoard – und präsentierte ein sehr interessantes Ergebnis: Mit mehr Tageslicht in der Kabine waren die Fahrer wirtschaftlicher unterwegs als ohne.

Foto: Daimler | Text: Sandra Moser

Rainer liebt sein Laster

Kerstin liebt ihr Laster

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