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GANZ RICHTIG HIER

Fotos & Text: Sandra Moser

Lieben, was man jeden Tag tut, und dadurch Freude am Leben haben – das ist, es was für Bkf-Quereinsteiger Freddy Staiger seinen Traumberuf ausmacht.

„Wie soll ich das am besten ausdrücken… Der Scheiß macht einfach süchtig!“, antwortet Freddy Staiger auf die Frage, wie sich seine Liebe zum Laster bemerkbar macht. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Meine Eltern erzählen mir heute noch, dass ich schon, als ich noch ganz klein war, immer, wenn wir mit dem Auto unterwegs waren, an der Scheibe klebte und bei jedem Lkw, an dem wir vorbeifuhren, ausflippte.“ Später begleitete er in den Ferien seinen Onkel, der eine kleine Spedition besaß, auf nationalen und internationalen Touren und schaute sich mit seinem Vater Truck-Racing auf dem Hockenheimring an. „Diese großen, mächtigen, fetten Fahrzeuge, dieses kribbelige Feeling das die in mir auslösen, das fand ich einfach schon immer geil“, beschreibt der 26-Jährige. Logisch, dass er mal am Lenkrad eines solchen Gefährts landen wird, oder?

Nicht ganz. Denn Freddy machte zuerst eine Ausbildung zum Maurer. Warum das? „Ich hab’ mir das schlicht nicht zugetraut. So sehr Lkw mich begeisterten, so großen Respekt hatte ich vor ihnen. Klingt jetzt vielleicht blöd, war aber so.“ Doch vor vier Jahren veränderte ein schwerer Arbeitsunfall sein Leben vom einen auf den anderen Tag. Er stürzte aus vier Metern Höhe von einem Baugerüst – Sprunggelenk gebrochen, Fersenbein zertrümmert. „Ich war über anderthalb Jahre krank und wurde sieben, acht Mal operiert“, erzählt er. Bei der anschließenden Wiedereingliederung in seinen alten Beruf zeigte sich schnell, das wird nichts mehr. „Gut gehen kann ich wieder, aber auf unebenen Flächen und mit Baumaterial bepackt, funktioniert das mit dem Gleichgewicht halten nicht.“ Über ein Berufsfindungswerk der Genossenschaft sollte Freddy etwas Neues finden, doch eins stand fest, ein Schreibtischjob ist nichts für ihn, dazu ist er einfach viel zu freiheitsliebend: „In dem Moment dacht ich mir, egal, jetzt traust du dich und machst das mit dem Lkw-Führerschein. Vermutlich bringt einen das Leben immer irgendwie irgendwann dahin, wo man hingehört.“

Wo Freddy hingehört, ist die Spedition Hiller Transporte im schwäbischen Nürtingen nahe Stuttgart. „Das war eigentlich ein witziger Zufall, denn der Freund meiner Schwester ist der Sohn vom Chef. Wusste ich aber anfangs gar nicht. Als wir mal zusammen an unseren Pkw rumschraubten, kam sein Vater dazu und wir lernten uns kennen. Er bot mir dann an, das Pflichtpraktikum für die beschleunigte Bkf-Grundquali bei ihm zu machen“, erinnert er sich. Das ist jetzt knapp drei Jahre her und aus dem Praktikum wurde eine Anstellung mit festem Lkw.

Unterwegs kommt ihm sein Chef entgegen, kleines Hupkonzert inklusive. „Ja, bei uns geht’s wirklich familiär zu.“

Seine erste Tour an diesem Morgen führt Freddy noch in der Dunkelheit zum nahe gelegenen Werk eines Betonplattenherstellers, für den die Spedition fast täglich in Baden-Württemberg, Bayern oder Hessen unterwegs ist. Hinter seinem Iveco High-Way rollt ein kleiner, nur 7,3 Meter langer, City-Sattel her. „Sieht schon etwas mickrig aus an meiner aufgemotzten Kiste“, meint Freddy und lacht. Doch auf der Baustelle, die die Deckenplatten bekommt, wird sich noch zeigen, dass der Mini gerade richtig ist. „Ich fahre je nach Bedarf mit dem Kleinen, hab dazu einen großen Sattel und noch einen Planentrailer“, zählt er auf. „Das ist nicht nur für mich schön abwechslungsreich, sondern wir können auch sehr flexibel auf unsere Kunden und ihre Wünsche eingehen.“ Freddy zurrt die Spanngurte über die Betonteile, verriegelt die Bordwände und ab geht’s. Unterwegs kommt ihm sein Chef, der selbst auch fährt, entgegen, kleines Hupkonzert inklusive. Man scheint sich gut leiden zu können. „Auf jeden Fall“, bestätigt Freddy, „bei uns geht’s wirklich familiär zu.“ Die Fahrer der zehn Lkw in der Flotte dürfen ihren Truck mit nach Hause nehmen. Auch die, die nicht so nah am Standort wohnen wie er. Außerdem darf, wer möchte, zu Truckertreffen fahren, erzählt Freddy: „Wir schauen halt, dass sich eine passende Ladung finden lässt, dann ist der Diesel bezahlt und gut ist’s. Da macht der Chef mit, das finde ich super. Dieses Jahr sind wir schon fix angemeldet in Geiselwind und auf dem Truck Grand Prix.“

Mit macht sein Chef auch bei Freddys liebstem Hobby, dem Tuning. „Ein ganz großer Fimmel von mir. Ich kann nix original lassen. Schrauben, verschönern nach meinem Geschmack, das mach ich total gerne.“ Deshalb ist auch sein 480er Iveco nicht mehr ganz schlicht. „Es gab eine 150-Jahre-Iveco Edition mit Streifendesign, davon ist einer im Fuhrpark. Meinen, den ich vor einem Jahr ganz neu bekommen habe, empfand ich optisch dem Jubi-Modell nach. Bullfänger, Lampenbügel, Steinschlaggitter und diverse Lichtinstallationen kamen dann noch dazu.“ In der Kabine prangt auf der Unterseite des oberen Bettes jetzt das Magirus-Deutz-Symbol auf gestepptem Grund und den Fußboden ziert Leder in Creme. Das Ganze umweht der Duft von Erdbeeren, den zwei beleuchtete Diffuser auf dem Ablagetisch verströmen. Die sind aus Holland, dort der letzte Schrei. Braucht man das alles? Freddy grinst: „Keine Ahnung, mich macht’s einfach happy.“ Privat tobt er seine Kreativität an einem 82er Opel Manta aus.

An der Baustelle angekommen wartet eine, mit einem Begrenzungspfosten schickanös verstellte, enge Zufahrt auf den jungen Berufskraftfahrer. Die direkten Nachbarn schätzen das Bauvorhaben wohl nicht so, erklären die Arbeiter entschuldigend. Freddy muss rückwärts im rechten Winkel um die Ecke. Nach einigen Malen rangieren zwischen Pfosten links, Scheune rechts und Haus gegenüber klappt es und der Kran kann abladen. Mit dem großen Auflieger hätte er hier keine Chance gehabt. Er sieht’s relativ entspannt: „Solche Situationen sind schon noch eine kleine Herausforderung, aber das ist es, was mir Spaß macht. Da lerne ich doch was bei.“

Als nächstes fährt Freddy zurück zum Speditionshof und tauscht die Mini-Pritsche gegen den Planensattel. Ein Automobilzulieferer auf der Schwäbischen Alb hat eine Komplettladung für das Daimler-Werk in Sindelfingen. „Ich lade das jetzt vor und bring es den halben Weg hier her. Morgen früh nimmt es ein Kollege mit, während ich wieder Betonplatten fahre.“ Wenn einfach alle organisiert zusammenarbeiten, damit es „flutscht“, das, so sagt Freddy, schätze er an seiner Firma sehr.

„Stell dir mal vor, du bist die meiste Zeit deines Lebens im Grunde unzufrieden. Geht gar nicht.“

Während der Fahrt über die Autobahn erinnert er sich an die bisher tollste Tour seiner jungen Karriere am Lenkrad: „Für Metabo wickeln wir den Werksverkehr mit Maschinentransporten ab. Material für eine Messe musste nach Madrid. Freitagabend Ankunft, Rückfahrt erst Montagfrüh. Ich ließ den Trailer stehen und machte mit meinem Iveco zwei Tage Sightseeing in der Stadt. Sowas ist doch nur genial, oder?“ Auch wenn Chef, Seniorchef und die älteren Kollegen sich an früher erinnern und erzählen, die Spedition gibt es immerhin schon 55 Jahre, hört Freddy gerne zu. „Zwei Mann mit 110 PS nach Hamburg und solche Geschichten. Was die alles erlebt haben damals, verrückt. Ich lieb’ das einfach, denn ich bin in Sachen Musik, Fahrzeuge und Lifestyle ein großer Fan der 60er, 70er und 80er Jahre.“ Die Krönung ist eine Runde mit dem Firmen-Oldtimer, einem 710er Mercedes-Benz: „Geht einem da nicht das Herz auf? Mir schon.“ Klingt mehr nach Fun, als nach hartem Job. Freddy nickt. Für ihn sei das, was er tut, auch nicht das, was man auf schwäbisch „schaffa“ nennt. Schaffa bedeutet irgendwo seine Stunden abbuckeln ohne besondere Emotion dabei. Das Fahren und alles drum rum dagegen ist für ihn viel mehr echte Leidenschaft. Schließlich verbringt man einen Großteil seiner Lebenszeit mit Arbeiten. „Stell dir mal vor, du bist die meiste Zeit deines Lebens im Grunde unzufrieden. Geht gar nicht“, findet er und ergänzt: „Rückblickend auf die letzten drei Jahre, frage ich mich schon, warum ich jemals was Anderes gemacht habe.“ Ganz klar, Freddy ist genau da, wo er hingehört.

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Fotos & Text: Sandra Moser

Lieben, was man jeden Tag tut, und dadurch Freude am Leben haben – das ist, es was für Bkf-Quereinsteiger Freddy Staiger seinen Traumberuf ausmacht.

„Wie soll ich das am besten ausdrücken… Der Scheiß macht einfach süchtig!“, antwortet Freddy Staiger auf die Frage, wie sich seine Liebe zum Laster bemerkbar macht. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Meine Eltern erzählen mir heute noch, dass ich schon, als ich noch ganz klein war, immer, wenn wir mit dem Auto unterwegs waren, an der Scheibe klebte und bei jedem Lkw, an dem wir vorbeifuhren, ausflippte.“ Später begleitete er in den Ferien seinen Onkel, der eine kleine Spedition besaß, auf nationalen und internationalen Touren und schaute sich mit seinem Vater Truck-Racing auf dem Hockenheimring an. „Diese großen, mächtigen, fetten Fahrzeuge, dieses kribbelige Feeling das die in mir auslösen, das fand ich einfach schon immer geil“, beschreibt der 26-Jährige. Logisch, dass er mal am Lenkrad eines solchen Gefährts landen wird, oder?

Nicht ganz. Denn Freddy machte zuerst eine Ausbildung zum Maurer. Warum das? „Ich hab’ mir das schlicht nicht zugetraut. So sehr Lkw mich begeisterten, so großen Respekt hatte ich vor ihnen. Klingt jetzt vielleicht blöd, war aber so.“ Doch vor vier Jahren veränderte ein schwerer Arbeitsunfall sein Leben vom einen auf den anderen Tag. Er stürzte aus vier Metern Höhe von einem Baugerüst – Sprunggelenk gebrochen, Fersenbein zertrümmert. „Ich war über anderthalb Jahre krank und wurde sieben, acht Mal operiert“, erzählt er. Bei der anschließenden Wiedereingliederung in seinen alten Beruf zeigte sich schnell, das wird nichts mehr. „Gut gehen kann ich wieder, aber auf unebenen Flächen und mit Baumaterial bepackt, funktioniert das mit dem Gleichgewicht halten nicht.“ Über ein Berufsfindungswerk der Genossenschaft sollte Freddy etwas Neues finden, doch eins stand fest, ein Schreibtischjob ist nichts für ihn, dazu ist er einfach viel zu freiheitsliebend: „In dem Moment dacht ich mir, egal, jetzt traust du dich und machst das mit dem Lkw-Führerschein. Vermutlich bringt einen das Leben immer irgendwie irgendwann dahin, wo man hingehört.“

Wo Freddy hingehört, ist die Spedition Hiller Transporte im schwäbischen Nürtingen nahe Stuttgart. „Das war eigentlich ein witziger Zufall, denn der Freund meiner Schwester ist der Sohn vom Chef. Wusste ich aber anfangs gar nicht. Als wir mal zusammen an unseren Pkw rumschraubten, kam sein Vater dazu und wir lernten uns kennen. Er bot mir dann an, das Pflichtpraktikum für die beschleunigte Bkf-Grundquali bei ihm zu machen“, erinnert er sich. Das ist jetzt knapp drei Jahre her und aus dem Praktikum wurde eine Anstellung mit festem Lkw.

Unterwegs kommt ihm sein Chef entgegen, kleines Hupkonzert inklusive. „Ja, bei uns geht’s wirklich familiär zu.“

Seine erste Tour an diesem Morgen führt Freddy noch in der Dunkelheit zum nahe gelegenen Werk eines Betonplattenherstellers, für den die Spedition fast täglich in Baden-Württemberg, Bayern oder Hessen unterwegs ist. Hinter seinem Iveco High-Way rollt ein kleiner, nur 7,3 Meter langer, City-Sattel her. „Sieht schon etwas mickrig aus an meiner aufgemotzten Kiste“, meint Freddy und lacht. Doch auf der Baustelle, die die Deckenplatten bekommt, wird sich noch zeigen, dass der Mini gerade richtig ist. „Ich fahre je nach Bedarf mit dem Kleinen, hab dazu einen großen Sattel und noch einen Planentrailer“, zählt er auf. „Das ist nicht nur für mich schön abwechslungsreich, sondern wir können auch sehr flexibel auf unsere Kunden und ihre Wünsche eingehen.“ Freddy zurrt die Spanngurte über die Betonteile, verriegelt die Bordwände und ab geht’s. Unterwegs kommt ihm sein Chef, der selbst auch fährt, entgegen, kleines Hupkonzert inklusive. Man scheint sich gut leiden zu können. „Auf jeden Fall“, bestätigt Freddy, „bei uns geht’s wirklich familiär zu.“ Die Fahrer der zehn Lkw in der Flotte dürfen ihren Truck mit nach Hause nehmen. Auch die, die nicht so nah am Standort wohnen wie er. Außerdem darf, wer möchte, zu Truckertreffen fahren, erzählt Freddy: „Wir schauen halt, dass sich eine passende Ladung finden lässt, dann ist der Diesel bezahlt und gut ist’s. Da macht der Chef mit, das finde ich super. Dieses Jahr sind wir schon fix angemeldet in Geiselwind und auf dem Truck Grand Prix.“

Mit macht sein Chef auch bei Freddys liebstem Hobby, dem Tuning. „Ein ganz großer Fimmel von mir. Ich kann nix original lassen. Schrauben, verschönern nach meinem Geschmack, das mach ich total gerne.“ Deshalb ist auch sein 480er Iveco nicht mehr ganz schlicht. „Es gab eine 150-Jahre-Iveco Edition mit Streifendesign, davon ist einer im Fuhrpark. Meinen, den ich vor einem Jahr ganz neu bekommen habe, empfand ich optisch dem Jubi-Modell nach. Bullfänger, Lampenbügel, Steinschlaggitter und diverse Lichtinstallationen kamen dann noch dazu.“ In der Kabine prangt auf der Unterseite des oberen Bettes jetzt das Magirus-Deutz-Symbol auf gestepptem Grund und den Fußboden ziert Leder in Creme. Das Ganze umweht der Duft von Erdbeeren, den zwei beleuchtete Diffuser auf dem Ablagetisch verströmen. Die sind aus Holland, dort der letzte Schrei. Braucht man das alles? Freddy grinst: „Keine Ahnung, mich macht’s einfach happy.“ Privat tobt er seine Kreativität an einem 82er Opel Manta aus.

An der Baustelle angekommen wartet eine, mit einem Begrenzungspfosten schickanös verstellte, enge Zufahrt auf den jungen Berufskraftfahrer. Die direkten Nachbarn schätzen das Bauvorhaben wohl nicht so, erklären die Arbeiter entschuldigend. Freddy muss rückwärts im rechten Winkel um die Ecke. Nach einigen Malen rangieren zwischen Pfosten links, Scheune rechts und Haus gegenüber klappt es und der Kran kann abladen. Mit dem großen Auflieger hätte er hier keine Chance gehabt. Er sieht’s relativ entspannt: „Solche Situationen sind schon noch eine kleine Herausforderung, aber das ist es, was mir Spaß macht. Da lerne ich doch was bei.“

Als nächstes fährt Freddy zurück zum Speditionshof und tauscht die Mini-Pritsche gegen den Planensattel. Ein Automobilzulieferer auf der Schwäbischen Alb hat eine Komplettladung für das Daimler-Werk in Sindelfingen. „Ich lade das jetzt vor und bring es den halben Weg hier her. Morgen früh nimmt es ein Kollege mit, während ich wieder Betonplatten fahre.“ Wenn einfach alle organisiert zusammenarbeiten, damit es „flutscht“, das, so sagt Freddy, schätze er an seiner Firma sehr.

„Stell dir mal vor, du bist die meiste Zeit deines Lebens im Grunde unzufrieden. Geht gar nicht.“

Während der Fahrt über die Autobahn erinnert er sich an die bisher tollste Tour seiner jungen Karriere am Lenkrad: „Für Metabo wickeln wir den Werksverkehr mit Maschinentransporten ab. Material für eine Messe musste nach Madrid. Freitagabend Ankunft, Rückfahrt erst Montagfrüh. Ich ließ den Trailer stehen und machte mit meinem Iveco zwei Tage Sightseeing in der Stadt. Sowas ist doch nur genial, oder?“ Auch wenn Chef, Seniorchef und die älteren Kollegen sich an früher erinnern und erzählen, die Spedition gibt es immerhin schon 55 Jahre, hört Freddy gerne zu. „Zwei Mann mit 110 PS nach Hamburg und solche Geschichten. Was die alles erlebt haben damals, verrückt. Ich lieb’ das einfach, denn ich bin in Sachen Musik, Fahrzeuge und Lifestyle ein großer Fan der 60er, 70er und 80er Jahre.“ Die Krönung ist eine Runde mit dem Firmen-Oldtimer, einem 710er Mercedes-Benz: „Geht einem da nicht das Herz auf? Mir schon.“ Klingt mehr nach Fun, als nach hartem Job. Freddy nickt. Für ihn sei das, was er tut, auch nicht das, was man auf schwäbisch „schaffa“ nennt. Schaffa bedeutet irgendwo seine Stunden abbuckeln ohne besondere Emotion dabei. Das Fahren und alles drum rum dagegen ist für ihn viel mehr echte Leidenschaft. Schließlich verbringt man einen Großteil seiner Lebenszeit mit Arbeiten. „Stell dir mal vor, du bist die meiste Zeit deines Lebens im Grunde unzufrieden. Geht gar nicht“, findet er und ergänzt: „Rückblickend auf die letzten drei Jahre, frage ich mich schon, warum ich jemals was Anderes gemacht habe.“ Ganz klar, Freddy ist genau da, wo er hingehört.